Angedacht

Spielräume - 7 Wochen ohne Blockaden!

7 Wochen ohne Blockaden - die neue Aktion in der Fastenzeit

Gemeinschaften brauchen Regeln! Gerade in diesen Pandemie- Zeiten haben wir es gemerkt: Wir Menschen kommen nicht gut allein mit allgemeinen Appellen an den gesunden Menschenverstand klar. Wenn jede und jeder selbst entscheiden kann, wie er oder sie sich bei hohen Infektionsrisiken verhält, dann ziehen die Ängstlichen sich zurück, und die Sorglosen feiern Partys.

Wenn die Freiheit zu groß ist, dann macht jeder, was er will, und gefährdet damit die Allgemeinheit.

Dank dieser Erkenntnis leben wir im Moment mit strengen Regeln. Alle 14 Tage treffen sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten, um diese Regeln in einem mühsamen Prozess auszudiskutieren. Ich möchte nicht mit ihnen tauschen: Denn da stehen auf der einen Seite die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die warnen und mahnen und Katastrophenszenarien an die Wand malen, und auf der anderen Seite die Geschäftsleute, die Selbständigen, die Restaurantbesitzer, die Eltern, die Lehrerverbände, die Friseure und Fitnessstudios – und alle schreien nach Öffnungen, nach Hilfe, nach Normalität.

Da eine gerechte und gute Linie zu finden, mit der alle leben können, ist fast unmöglich!

Was dann herauskommt aus diesem Prozess, ist sicher nicht immer ideal und vielleicht auch nicht immer richtig entschieden. Wer weiß das schon immer so genau? Und es lässt sich natürlich trefflich stundenlang über Fehler streiten, die die Entscheidungsträger gemacht haben, man kann mäkeln und motzen und sich beschweren.

Aber bringt das weiter? Oder blockiert das nicht unser Denken und Fühlen viel zu sehr?

„7 Wochen ohne Blockaden“ lädt dazu ein, von diesem Denken abzulassen. Aufzuhören, zu motzen, und nach Spielräumen zu suchen, die ein erfülltes Leben trotz Corona zulassen.

Dazu braucht es Fantasie und Einfallsreichtum! Aber das Gute ist: „Corona“ hat dieser Fantasie schon tausendfach die Türen geöffnet!

Chöre treffen sich im Internet und singen miteinander, ohne sich zu treffen. Musikerinnen und Musiker machen berührende Videos, in denen ein Musikstück aus vielen einzelnen Instrumenten entsteht. Restaurantbesitzer liefern ganze Menüs nach Hause. Friseure geben Tipps, wie man trotz „wilder Mähne“ auch ohne Schere eine passable Frisur hinbekommt.

Viele Menschen nutzen die moderne Technik und halten Kontakt miteinander über das Telefon, über das Internet, über Video- Konferenzen und vieles mehr. Briefe schaffen Nähe, man fühlt sich nicht vergessen.

In jedem Alter und in vielfältigen Formen kann man anderen sagen: Ich hab dich lieb!

Und warum sollen das immer nur die jungen Leute machen? Auch im Alter kann man der Enkelin ein kleines Herzchen aus Schokolade schicken und ihr viel Glück für die Prüfung wünschen.

Auch im Alter kann man telefonieren, Postkarten verschicken, der Nachbarin ein Stück Kuchen bringen. Man kann den Wildvögeln Futter hinstreuen und das lebendige Treiben am Futterhäuschen beobachten.

Der Apostel Paulus hat mal zu seinem Freund Timotheus gesagt:

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft, und der Liebe, und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)

 Wie wäre es, wenn Sie mal mit Lust und Fantasie den Geist der Kraft und der Liebe wehen lassen – für Ihre Lieben, für die Nachbarn, für sich selbst?

Ich glaube, das könnte Spaß machen! Und so manche Blockade lösen.

Also auf! Loten Sie Spielräume aus! 7 Wochen ohne Blockaden – ohne Motzen, ohne sich zu beschweren. 7 Wochen positives Denken und Fantasie statt Langeweile.

Ob uns das gelingt?

Es grüßt Sie herzlich,

Monika Holthoff